Im Drittelverband liegen die Platten in Reihen und jede Reihe ist um ein Drittel der Plattenlänge gegenüber der vorigen versetzt. Nach drei Reihen wiederholt sich das Bild. Die Vorlage zeigt Platten im Format 60 × 30 cm, wie sie für moderne Terrassen beliebt sind. Im PatioPlanner heißt das Muster Drittelverband.
Warum ein Drittel und nicht die Hälfte?
Großformatige Betonplatten sind selten ganz eben. Schon eine leichte Wölbung über die Länge reicht: Im Halbverband trifft die höchste Stelle einer Platte, ihre Mitte, genau auf die Enden der Nachbarplatten. Dort entsteht eine Kante, über die man stolpern kann und an der Wasser stehen bleibt.
Beim Versatz um ein Drittel ist der Höhenunterschied an dieser Stelle kleiner. Viele Hersteller von Großformat-Platten geben deshalb höchstens ein Drittel Versatz vor. Schauen Sie in die Verlegeanleitung Ihrer Platte, bevor Sie sich festlegen.
Plattenbedarf pro Quadratmeter
Ein Rapport aus drei Reihen misst 600 × 900 mm und enthält drei Platten. Das sind rechnerisch 5,6 Platten pro m², ohne Fuge. Für eine 25 m² Terrasse also rund 139 Platten vor Verschnitt.
Bei großen Platten kostet jeder Schnitt mehr als bei kleinem Pflaster. Die Platte ist teurer, der Schnitt dauert länger und ein zu kleines Reststück ist oft nicht mehr zu gebrauchen. Deshalb lohnt sich hier die Optimierung im Planer besonders.
Die Vorlage im PatioPlanner nachbauen
Der Button “Vorlage im Planer öffnen” lädt den Standard-Rechteckstein mit dem Drittelverband. Die Plattengröße stellen Sie selbst ein:
- Wählen Sie unter “Steintyp auswählen” die Option “Eigene Maße” und tragen Sie 600 × 300 mm ein. Stellen Sie die Maßeinheit auf Zentimeter, wenn Sie lieber in cm denken. Klicken Sie dann erneut auf “Muster anwenden”. Das Muster übernimmt das neue Format samt Drittel-Versatz.
- Legen Sie die Richtung der Reihen fest. Mit dem Drehwinkel 0° laufen die Reihen quer über die Zeichnung, mit 90° von oben nach unten. Längs zur Blickrichtung verlegt wirkt eine Terrasse tiefer, quer verlegt breiter.
- Wählen Sie die Startecke. Bei Platten gehört die ganze Reihe an die Hauswand oder an die Kante, die man vom Wohnzimmer aus sieht.
- Nutzen Sie die Optimierung. “Fuge + Fläche kombiniert” sucht die beste Kombination aus Fugenbreite und Flächenmaß. Wenn Sie die Terrasse ohnehin noch planen, sparen ein paar Zentimeter oft eine ganze Reihe geschnittener Platten.
- Prüfen Sie die Einkaufsliste. Sie zeigt ganze Platten und Platten zum Schneiden getrennt, dazu Splitt für die Bettung und Schotter für den Unterbau.
Worauf Sie beim Verlegen achten
- Verlegen Sie Platten nicht knirsch, also nicht ohne Fuge. Sonst platzen unter Last die Kanten ab. Die Fugenbreite gibt der Hersteller vor.
- Spannen Sie für jede Reihe eine Schnur und markieren Sie den Versatz von 20 cm an der ersten Platte. So bleibt das Drittel über die ganze Fläche gleich.
- Große Platten brauchen ein sehr ebenes Bett. Ziehen Sie den Splitt sorgfältig ab und klopfen Sie die Platten mit einem Gummihammer fest, nicht mit der Rüttelplatte ohne Plattengleiter.
Häufige Fragen
Wie viele Platten 60 × 30 cm brauche ich pro m²?
Rechnerisch 5,6 Platten pro m² ohne Fuge. Mit Fuge etwas weniger, mit Verschnitt mehr. Die Einkaufsliste im Planer rechnet beides für Ihre Fläche.
Drittelverband oder Halbverband?
Bei kleinen Pflastersteinen spielt das kaum eine Rolle. Bei Platten ab etwa 60 cm Länge ist der Drittelverband die sichere Wahl, weil Wölbungen weniger auffallen. Den klassischen Halbverband finden Sie im Läuferverband-Rechner.
Funktioniert die Vorlage auch mit anderen Formaten?
Ja. Tragen Sie unter “Eigene Maße” jedes Rechteckformat ein, etwa 80 × 40 cm oder 90 × 45 cm. Der Versatz bleibt immer ein Drittel der Länge.